„Hallo, Freunde! Es ist Anfang Mai, und wir sind heute in unserem Bio-Granatapfelhain der Sorte ‚Aco‘. Das ist die erste Sorte der Saison, die ab Anfang September geerntet wird: eine dunkelrote Sorte, süß und sehr lecker.
Wie Sie sehen können, haben die Bäume dieses Jahr extrem viele Blüten angesetzt. Bisher ist es ein ausgezeichnetes Jahr! Wir haben auch viele Bienen, die die Blüten bestäuben. Wenn nichts passiert, werden wir eine gute Ernte an Bio-Granatäpfeln haben.
Hier nebendran haben wir Bio-Orangenbäume der Sorte ‚Navelina‘, die als Erste im Saisonverlauf zur Ernte kommen, ab Oktober. Auch hier ist der Verlauf sehr erfreulich: Die kleinen Fruchtsansätze sind für das jetzige Datum schon schön groß. Beim Bioanbau werden ja ausschließlich natürliche Produkte (zum Beispiel zum Düngen) eingesetzt – das tut den Bäumen sehr gut, sie entwickeln sich prächtig und tragen gut.
Außerdem tragen wir jetzt auch noch auf andere Weise zum Umweltschutz bei: Für die Bewässerung haben wir eine Solaranlage installiert. Dort hinten können Sie die Sonnenkollektoren sehen, auf dem Dach des Gebäudes. Damit erzeugen wir saubere Energie, die wir zum Bewässern unserer Obstbäume verwenden.“

Unser Bio-Granatapfelhain
Der letzte Winter war sehr gut für die Granatäpfel, denn diese Bäume brauchen im Winter mehrere Nächte, in denen die Temperatur um den Nullpunkt liegt. Die kühleren Nächte bewirken, dass die Bäume im Frühling mit kräftiger wachsen und mehr blühen. Fehlt die Kälte, fällt die Blüte zu schwach aus. Kommt die Kälte dagegen zu spät, wenn der Baum bereits ausgeschlagen ist, erfrieren die Knospen und es gibt gar keine Blüte und keine Ernte. Das Klima in unserer Gegend ist ideal, und der letzte Winter war perfekt.
Wenn sich kleine Früchte gebildet haben, müssen wir diese ausdünnen, damit die am Baum verbleibenden Früchte dicker werden und gut für den Verkauf geeignet sind. Das ist zwar schade, aber der Markt verlangt große, dicke Granatäpfel – dafür müssen wir leider viele Fruchtansätze verwerfen.
Im konventionellen Anbau wird viel Stickstoffdünger verwendet, um möglichst dicke Früchte zu erzielen. Das ist, wie wir wissen, in vielerlei Hinsicht schädlich. Unter anderem sickert der Stickstoff ins Grundwasser, wodurch sich im Grundwasser mit der Zeit hohe Nitratkonzentrationen ergeben.
Bio-Orangenbäume
Die im Video zu sehenden Orangenbäume der Sorte Navelina wurden vor drei Jahren durch Pfropfen veredelt und tragen dieses Jahr zum ersten Mal gut. Den vollen Ertrag erreichen sie allerdings erst nach fünf oder sechs Jahren. Ab Oktober beginnt die Ernte dieser ersten Sorte.